Von politischen Organisationen über Zusammenarbeiten im beruflichen Bereich bis hin zu Freundschaften: Der Begriff der «Frauenbewegung» ergibt nur dann Sinn, wenn dabei Sozialformen wie Netzwerke, Organisationen, Milieus und alternative Szenen berücksichtigt werden. Die neue Frauenbewegung lebte von der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Frauen: Sie vernetzen sich, definierten ihre Ziele und planten gemeinsame Aktionen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Mit einem neuen Bewusstsein entstand so eine Basis für verschiedene politische Initiativen und Aktionen aber auch für zahlreiche kulturelle Unternehmungen, die Gleichheit und Anerkennung für Frauen in allen Teilbereichen der Gesellschaft forderten.



Aktivistinnen erzählen von den Netzwerken der neuen Frauenbewegung:

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Gilli Stampa

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Zita Küng

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Laura Rossi

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Doris Stump

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Annelise Zwez

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Anita Fetz

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Muda Mathis

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Claudia Kaufmann

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Annelise Zwez


Die neue Frauenbewegung war eine breite soziale Bewegung, in der sich Frauen aus verschiedenen Wohlstandsverhältnissen, Interessengruppen und politischen Gruppierungen engagierten. Verschiedene Gruppen arbeiteten zusammen und zahlreiche Aktivistinnen waren gleichzitig in mehreren formellen und informellen Organisationen aktiv. Von der politischen Linken bis hin zu der politischen Rechten: Grundsätzlich hatten die Frauen ähnliche Ziele - doch die Arbeitsformen unterschieden sich manchmal voneinander, wie Judith Stamm erzählt:

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Judith Stamm

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Zita Küng

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Gilli Stampa

Während sich Schweizer Frauen von Genf bis Romanshorn austauschten, gemeinsame Aktionen planten und Gruppen bildeten, wurde mit internationalen Initiativen auch der Kontakt aus anderen Ländern gesucht. Zita Küng erzählt von der Zusammenarbeit mit Frauen aus Afrika, Asien und Lateinamerika und was frau voneinander lernen konnte. "Da hät's di eifach hinge use glschlage: wi intelligent, wi kämpferisch, wi locker, wi gschid booah da bisch eifach flach ufem Buuch gläge!"


Netzwerke gab es schon immer, doch die Kommunikationsformen haben sich geändert. Während frau in den 70er Jahren Briefe schrieb und telefonierte, schreibt frau heute eine SMS oder eine E-Mail. Es ging einfach etwas langsamer. Gilli Stampa: "Es war kein Problem etwas zu unternehmen oder etwas Tolles auf die Beine zu stellen. In jedem Jahrhundert gab es Leute, die etwas auf die Beine gestellt haben."